Google Wave - die Zukunft der E-Mail

Als Lars und Jens Rasmussen die Bühne der Google-Programmiererkonferenz IO in San Francisco betreten, dürften sie ahnen: Sie werden Microsoft-Chef Steve Ballmer so richtig den Tag versauen. Es ist morgens kalifornischer Zeit.
Ballmer selbst weiß davon wohl nichts. Er sitzt sieben Autostunden südlich auf dem Podium einer anderen Konferenz im kalifornischen Carlsbad. Dort stellt er Bing vor, die Microsoft-Suchmaschine, die Google endlich Konkurrenz machen soll. Die dänischen Rasmussen-Brüder, für Google in Sydney tätig, sollen für ihren Arbeitgeber ein klares Signal setzen: Während Microsoft gerade aufholen will, ist Google zwei Schritte weiter.
Wave ist eine Kommunikationsplattform, die auf den ersten Blick E-Mail und Chat vereint, aber noch viel mehr kann.
Die E-Mail wird aus ihrer Linearität zwischen 2 Menschen herausgeholt und könnte die CC: Flut beseitigen.
Wave löst das Problem, indem Menschen per Drag & Drop aus der Kontaktliste einfach in die Kommunikation hereingeholt werden können
und sofort die gesamte Korrespondenz einsehen können. Die Teilnehmer können dann in Echtzeit in verschiedenen Browsern (dank HTML 5) miteinander kommunizieren, Anhänge hinzufügen oder gemeinsam an Dokumenten/Präsentationen arbeiten. Dank offener Schnittstellen (APIs) lässt sich Wave an andere E-Mail-Systeme, aber auch an Twitter oder Blogs andocken. Kommunikation auf Wave taucht dann automatisch auch auf den anderen Seiten auf. Damit können Unternehmen die Vorteile von Wave nutzen, ohne ihre E-Mail-Kommunikation zu Google verlagern zu müssen (was zurzeit nur wenige CTOs möchten).

Antwort schreiben